Der neu erwartete Kommunismus wird ein Zeitalter sein, in dem die Menschen, die einander verbunden sind durch gemein­sames Interesse am Gemein­wohl und in hin­gebungs­voller Arbeit für die Schaffung des Schönen, gemein­sam ihre Zukunft gestalten. 

Dies ist eine Utopie, die nicht untergehen kann. Sie kann bloß degen­erieren oder zeit­weiligem Vergessen anheim­fallen.  

Rudolf Bahro, 1995 

Meine Auffassung von Kommunismus schließt mater­ielle Expansion — auf der Karl Marx alles aufbaut — aus. Deswegen habe ich immer Zoff mit Leuten, die sich für links halten. 

Ich denke, daß der Ausgangs­punkt für Kommun­ismus von jeher eine Weg-Gemein­schaft von Menschen gewesen ist, die auf der Suche nach Befreiung, [auch] nach Selbst-Befreiung sind. 

Rudolf Bahro, 1995 

OD: schöne ruhige ausgewogene persönliche "Spurensuche" 

  Audio 2007  mp3  von Immo Sennewald - Feature auf SWR2 mit real audio   

Rudolf
Bahro

18.11.1935 - 5.12.1997 
Mensch & Werk 
Leben & Lehre 

 

Wahrscheinlich ist die Wahrheit so ärgerlich einfach..., daß wir uns nicht getrauen sie anzunehmen... : Die ökologische Krise ist vor allem eine Krankheit des mensch­lichen Geistes — besser gesagt: unserer gesamten Psycho­dynamik.  Bahro (1987) S.104  

Vielleicht eine unheilbare, chronische Krankheit...?  (Olf, 2010)

 

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Alles Gescheite 
ist schon gedacht worden

man muß nur versuchen, 
es noch einmal zu denken.
Goethe

 

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18.11.2009:  Anläßlich von "20 Jahre Mauerfall", Wirtschaftkrise, Klimagipfel und wegen der allgemeinen Verwirrung habe ich unsere Bahro-Seiten überarbeitet. Dabei ließen sich neue Linkse nicht umgehen. Viel Spaß beim Wiederfinden wünscht Olf aus Zwickau

18.11.2010:  Der 75. Geburtstag von Rudolf Bahro 

19.08.2010: Meine Webseiten:
ülf.de + u1u1.de + utopie1.de + asche-fahne.de 

      

  •  Die Utopie-Abteilung ist umgezogen: jetzt ganz unten und bei utopie1.de 

 Bahro 2010  

  • netz-vier.de  Eine solide Webseite zur Bahro-Nachfolge, zu Johannes Heinrichs und der "Viergliederung der Gesellschaft" - mit Grundlagen-Texten von Dieter Federlein:  
    "Hier geht es um eine Weisheits­forschung, die alle vorhandenen Weisheiten der Vergangenheit und der Gegenwart integral zusammenführt. Das Ziel der Forschungen und der Anwendungen muss nach heutigem Wissen eine Gesell­schafts­ordnung sein, in der ein Optimum an Freiheit, Gleichheit, Liebe, Schönheit, Friedlichkeit und nachhaltiger Subsistenz- und Suffizienz­ökonomie möglich ist."
      Aus Die Logik des Gelingens (2007)   

  • Deutschlandfunk-Zeitreisen: Utopie heute  "Von Rudolf Bahro zu neuen Alternativen"  #  Von Matthias Eckoldt  #  30.11.2005  

  • Ausstieg in die Zukunft - Brauchen wir eine neue ökologische Ethik? #  Audio mp3  #  Text bei dradio # Von Cornelia Beuel  #   27min dlf am 16.11.2008 
    Als der frühere ostdeutsche Dissident Rudolf Bahro vor über zehn Jahren den Ausbruch aus der Akkumulationslogik unseres ökonomischen Systems forderte, wurde er als gefährlicher Umwelt­fundamentalist und wirtschaftsfremder Phantast verurteilt, der in grellen Farben die Apokalypse an die Wand male. An seinen alarmistischen Prophezeiungen polarisierte sich auch die grüne Ökologie­bewegung. #  Audio auch bei tagesschau.de  

  • Dazu passend: Grober Ausstieg in die Zukunft (1998)  +  Nachhaltigkeit (2010)

  • Die Bahro-Seite von Marko Ferst auf Umweltdebatte.de  

  • Bahros Bibliographie im Bahro-Archiv an der Humboldt-Universität 
      

 Rudolf Bahro in den Medien  

 Die Bahro-Bücher:  

"West"-

Bücher

 

1977 - Die Alternative - Zur Kritik des realexistierenden Sozialismus und Zur kommunistischen Alternative  - 

1977a  Die Alternative  

1977b - "Ich werde meinen Weg fortsetzen" - Rudolf Bahro - Eine Dokumentation  - 

1977+79 Dokumentation - Weg 

1980  Elemente einer neuen Politik - Zum Verhältnis von Ökologie und Sozialismus  -  

1980 Neue Politik

1987 - Logik der Rettung (LdR) Über die Grundlagen ökologischer Politik - Wer kann die Apokalypse aufhalten?  - 

1987  Grundlagen ökologischer Politik 

 

"Ost"-

Bücher

1991 - Rückkehr - Die In-Weltkrise als Ursprung der Weltzerstörung  (online)  

1991 Die Inweltkrise  

2002 - Wege zur ökologischen Zeitenwende - Reformalternativen   

 2002 Visionen für ein Kultursystem 

Rudolf Bahro: Glaube an das Veränderbare  - 2002 und 2007 als Taschenbuch  Guntolf Herzberg / Kurt Seifert : Rudolf Bahro - Glaube an das Veränderbare (2002+2005)  Eine Biografie von Herzberg/Seifert - 

2002 - Glaube an das Veränderbare

2007 - Rudolf Bahro: Denker, Reformator, Homo politicus -  Von Guntolf Herzberg (Herausgeber) 

2007-Denker, Reformator, politicus

                             

"Kleine"
Bahro-
Bücher

1978 - Solidarität mit Rudolf Bahro - Brief in die DDR - HG: Hannes Schwenger - 

 1979 - ... die nicht mit den Wölfen heulen - Das Beispiel Beethoven und sieben Gedichte  -  

Sozialismus & Survival   (1982) 

1984 - Pfeiler am anderen Ufer - Beiträge zur Politik der Grünen  - 

1995 - Apokalypse oder Geist einer neuen Zeit  - 

2006: Integration: Natur - Kultur - Mensch - Tagung zum 70. Geburtstag von Rudolf Bahro 

 

  Die fünf Großen...  

 

....  Ökopax- / -Rebellen / -Renegaten / -Dissidenten / aus der DDR / Ostdeutschland 
in der Reihenfolge des Auftretens ihrer entsprechenden Bücher  

1975 - Wolfgang Harich: Kommunismus ohne Wachstum? Babeuf und der Club of Rome  - mit Freimut Duve -

Harich-Start: Wolfgang Harich - Kommunismus ohne Wachstum (1975 mit Freimut Duve). Ich empfinde Harich heute als den wahren 'Querdenker'. Harich wagte es - wahrscheinlich als erster-, die Ökodiktatur zu empfehlen und sie durchaus positiv zu besetzen, als Menschheitsfortschritt. 

"Leider habe ich seit 1979 aus Vorurteil versäumt, Wolfgang Harichs »Kommunismus ohne Wachstum« zu lesen. Wahrscheinlich steht da, konzentriert auf das grüne Paradigma, im wesentlichen dasselbe drin wie im vorliegenden Text, Kapitel 10, und wahrscheinlich noch ein bißchen mehr. Jedenfalls erschien Wolfgang Harich Anfang Dezember 1989 bei einer Veranstaltung unterm Berliner Fernsehturm, an der ich beteiligt war, und unterstützte meine Grundposition in einer Weise, wie ich selbst sie nicht noch zusätzlich hätte unterstreichen können. Ich muß annehmen, daß wir von weither übereinstimmen. Völlig unabhängig davon ist es höchste Zeit, ihm noch zu seinen Lebzeiten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen - juristisch (er hat viermal so lange gesessen wie ich) und als Denker, dessen Schriften verlegt werden müssen, weil sie gebraucht werden."  (Rudolf Bahro im Nachwort 1990 der Tribüne-Alternative.)  

Harich als Ökologe  (1996) Von Hannes Hofbauer  #   Web: Video mit W. Harich bei Google 
Andreas Heyer: Ökologie und Opposition - Die politischen Utopien von Wolfgang Harich und Robert Havemann  (2009)  Bei Harich Start unten  

1977 - Die Alternative  - 

Glück zu beschreiben, ist bekanntlich schwer und Schilderungen einer gerechten wohlgeordneten Ge­sell­schaft sind nur selten verlockend oder überzeugend. Den meisten Schöpfern "beliebter" Utopien geht es darum, zu zeigen, was das Leben sein würde, wenn es mehr ausgelebt werden könnte.  George Orwell in: Eine Untersuchung von Gullivers Reisen 

'Kleine' Bahro-Bücher: 
1978 Soli mit Rudi   
1979  Beethoven   1982  Survival   1984 Pfeiler   1995  Geist einer neuen Zeit   2006 Integration 

1980 - Morgen - Von Robert Havemann  - 

Havemann-Start:  Morgen - Industriegesellschaft am Scheideweg  (1980) Kritik und reale Utopie

Robert Havemann mußte sein Utopie-Buch 1980 ebenfalls im Westen veröffentlichen. Die erste Manuskript hat die Stasi vernichtet. Ob es wiedergefunden wurde, weiß ich nicht. - Aber daraus lernte dann Henrich - denn der vergrub seinen 'Staat' gleich im Garten. (Ein Trost?)

Andreas Heyer: Ökologie und Opposition - Die politischen Utopien von W. Harich und R. Havemann  (2009, 48 S.)  Siehe bei  Harich

"Sein Buch <Morgen. Die Industriegesellschaft am Scheideweg> dürfte neben dem Werk <Die Alternative> von Rudolf Bahro zu dem interessantesten politischen Buch gehören, das in der DDR entstanden ist. Den verschiedenen Weltmächten empfahl Havemann, einseitig mit militärischer Abrüstung zu beginnen, wie Gorbatschow es wenige Jahre darauf dann in die Tat umsetzte. Er hielt in dem Band weder die östlichen noch die westlichen Systeme für fähig, auf Dauer eine Gesellschaft mit menschlichem Antlitz zu sichern." Marko Ferst  
Hinweis:  "Morgen" ist wieder erhältlich sein - zum 100. Geburtstag von Robert Havemann.  =>  umweltdebatte.de  

1989 - Der vormundschaftliche Staat - Von Rolf Henrich - 

Henrich-Start:  Der vormundschaftliche Staat - Vom Versagen des real existierenden Sozialismus  (1983-1989)
1989 brachte Rolf Henrich noch einmal die Kraft dazu auf, sich eine "Alternative 2" auszudenken, schriftlich auszuarbeiten, und den ganzen Streß bis zur Veröffentlichung im Westen durchzuhalten. Das war eine 'saubere Leistung'. Mit dem Buch konnten wir erhobenen Hauptes 'in die Wende gehen'.
Ich finde die Gedankenkraft, die Henrich dem schweren Problem gewidmet hat, wie man eine innovative Ökonomie ohne Kapitalisten organisieren kann, bemerkenswert und auch heute noch aktuell. Es gab und gibt wenige Utopisten, die sich auf diesem Schlachtfeld besudeln wollen, auf dem leider keine Lorbeeren wachsen. 
Man muß Harich, Havemann, Henrich und Rudolf Bahro "zusammendenken" - dann kommt 'was Gutes heraus'.  

Texte 1991-2006 

Günter Kunert gehört auch mit in meine Reihe der ostdeutschen Dissidenten und Öko-Mahner. Inzwischen liegen vom Autor genügend Sachtexte in Buchform zur (Öko-) Lage vor - und ich muß nicht mehr nur in seiner Lyrik danach suchen. 
Zusätzlicher Grund für die Aufnahme in diese Liste ist, daß er mit Rudi Bahro früh (1965) eine Debatte hatte, und ihn durch seine Standhaftigkeit (und Argumente) sicher mit angestoßen hat. #  Zusätzlich hat Kunert auch Horstmann 'gefördert' bzw. dessen erstes Buch "Das Untier". 

Gedanken zur Ökologie (2000) von Günter Kunert 

 

  Diverses & Sonstiges 

Personen rund um Rudolf Bahro: persönlich und
'dienstlich'

Marko Ferst   Maik Hosang   Johannes Heinrichs   Kurt Biedenkopf  Erhard Eppler   Erich Fromm   Carl Amery   Herbert Gruhl    Hoimar von Ditfurth  
Wolfram Ziegler
   Die Zieglersche Öko-Maß-Zahl 10, erwähnt in LdR 

 

Gregor Gysi hat großen persönlichen Anteil daran, daß Rudolf Bahro und Robert Havemann nicht in den Mühlen von SED&MfS zermahlen wurden. NUR wer in der DDR gelebt und in 'höheren Kreisen' gearbeitet hat, der weiß, wie allgegenwärtig SED&MfS dort war. (Ausnahmen im Bereich der Kunst bestätigen diese Regel.) Ich persönlich schreibe es deshalb auch Gysi zu, daß ich heute zwei der wertvollsten Bücher der Deutschen aus meinem Bücherschrank nehmen und aufschlagen kann. (Logik der Rettung und Morgen.) Deswegen ist Gysi für mich ein Held - in der gleichen Reihe wie Bahro und Havemann.

Gregor Gysi: Das war's !  ...noch lange nicht ! (1995)  Autobiografische Notizen    

Audio
1. Teil

Genußreiche
Audios, zu 
verschiedenen 
Themen

Aufstand1: Dutschke Gauß 1 min 1967-swr  video  #   Utopie1: Partisanen der Utopie 49min 2007-dlf   #  Musik1: Pathétique  18min Gulda 1968  # Alk1: Ein Prosit der Sterblichkeit Alita 27min dlf-2008  #  Rauch1: Raucherbilder 3min 2009-dlf  #  Hasch1: Hasch macht krank und hilft 30min dlf 2007  #  Musik2:  Appassionata Murina 25min  #  Utopie2:  Wesen der Weisheit 27min mp3 dlf 2008  #  Aufstand2: Alex Demo 10 min 1990-radio   #  Utopie3:  Brauchen wir eine neue ökologische Ethik?  27min dlf-2008  #  Musik3: My Way mit Text  #  Sucht1: Die gedopte Gesellschaft  29min dlf-2008  #  Sprache1:  Falsche Sprache - Falsche Denke  3min 2009-dlf  #  Musik4: Tschapajews Tod  #  Sprache2: Sprache und Demokratie  5min 2007-dlf  #  Entspannung1: Der Osterspaziergang  6min  #  Rauch2: Aufhören 3min 2009-dlf  # Musik5: Dont worry be happy  #   Eine seltsame Lethargie ist im Land  4min 2009-dlf  

 

'Science-Fiction'-Roman  von Dirk C. Fleck:  GO! Die Öko-Diktatur  1993
Dirk Fleck hat sogar den Mut für ein Plädoyer für die Ökodiktatur und schrieb sich mit Bahro einen Brief  

Das ist auch ganz wichtig in der ganzen Ökodiktaturdebatte um Bahro und Harich. Und 'Ökodiktatur' (ein falscher Medienbegriff wie 'Klimaskeptiker') bezieht sich ja nur auf 'die Verbräuche' (von Stoff und Energie) - hat also gar nichts damit zu tun, ob jemand z.B. auf der Straße rebellische Lieder schmettern darf. Und aus dieser - selbstgewählten - 'Diktatur' kann und muß sich dann was Gutes entwickeln - durch Herzensbildung und durch Gleichbesitz. (Ich habe Fleck hier etwas 'verlängert' - seine 'Meditationskommunen'. Siehe auch meine Rezension zu seinem Buch.)

Hinweise 
zur 
Technik

Wenn mein Hintergrundsound (auch Auto-Audio genannt) nicht unterbrochen werden soll, dann bei Links mit der rechten Maustaste neues Fenster öffnen.
Hintergrundsound stoppen mit Taste Esc oder Browserkreuz. 
Ich habe alles mit Windows erstellt - daher können auf anderen 'Plattformen' (Browsern) andere Sicht- und Hörereignisse eintreten. 
Bei meinen Seiten funktioniert der Schalter "Ansicht/Textgröße".  #  Taste F11 ergibt Vollbild bei vielen Browsern. 
pdf-Tipp: Ich nehme zum einfachen Öffnen von pdf jetzt nicht mehr Adobe-Acrobat, sondern einen alternativen pdf-Leser, momentan Sumatra. Das geht ruck-zuck.

Rudolf-Bahro-Gedenkstätte im Oderbruch ?  (2009)
Kleine Volltextsuche mit Google in rudolf-bahro.de  
Abebooks Bahro   Booklooker Bahro    Ebay Bahro   Google News zu Bahro  

Audio

2. Teil

Wachstum1: Harald Welzer 18min 2010-dlf  #  Musik6: Here comes the sun to Rudi by pkrech.de #  Wachstum2: Meinhard Miegel 18min 2010-dlf   Wachstum3: Rainer Hank 18min 2010-dlf  #  Burnout1 + Burnout2 + Burnout3 + alles dlf 2010 #  Mobbing1: Intelligenz in Deutschland 4min-dlf-2009  #  Staatsverdrossenheit? 4min dlf 2010  #  Gewalt in Klinik 4min dlf 2010Alk2: Süchtig nach Rausch 18min dlf 2010Burnout4: Präsentismus  6min dlf 2010  #  Technik Schade dlf 2010  #  Geschwätzigkeit Schade dlf 2010Musik6: Zweitbester SommerWeltverbesserung - 2007 dlf  #  Medienkritik 2007 dlfGünter Jauch ist coming home 2010neues Grober Buch Nachhaltigkeit dlf 2010  #  Musik7: Das Banjo-Duell (youtube)  #   bahro 2007 immo sennewald swr2 #

 

  Blick in die Medien   

"Im Marketing des Denkens hat die Rechte mehr Erfolg"   2009  

heise.de/tp/r4/artikel/31/31719/1.html   George Lakoff, kalifornischer Linguistik-Professor und Vordenker des progressiven Lagers, zur ungebrochenen kulturellen Vorherrschaft der US-Rechten 

Klimatisches Gespräch =>

KlimaLounge  - deutschsprachiger Klima-Blog mit Stefan Rahmstorf u.a.  (Web)  Bei einigen Autoren der <Welt> gehört es zur  Methode, die Aussagen der Klimawissenschaft erst falsch darzustellen, um dann kräftig gegen das selbst entworfene Zerrbild zu polemisieren.  (aus KlimaLounge, 27.11.09)

Die Bewusstseinsindustrie hat ihr Ziel erreicht: Unsere Wahrnehmung der Dinge, unsere Meinungsbildung folgt einem industriell organisierten Prozess.

"Gerade das vermeintlich Unpolitische ist in höchstem Grade politisch": Die Herrschaft des Kapitals über die Medien, weltweit ebenso wie bei uns, wird sich weiter perfektionieren. Da es kaum mehr Alternativen gibt, wird es auch zunehmend schwierig, sich die Informationen zu beschaffen, die für eine eigene kritische Meinungsbildung unerlässlich sind. 
Interview mit dem Soziologen Bernd Hamm über die zunehmende Ideologisierung der Medien  (2008) 

Rudolf Maresch 18.01.2010

Massen handeln idiotisch und dumm - 
Warum das Vertrauen in die Intelligenz der Vielen ein frommer Wunsch bleiben wird
 

Interview mit dem politischen Denker 
Atilio Boron über den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" zur Rettung der Welt 

Den Kapitalismus aufgeben + Telepolis + Manola Romalo + Atilio Boron + 31.01.2010
normal   heise.de/tp/r4/artikel/31/31882/1.html  

Das Gebot zur Utopie 
im Zeitalter der Katastrophen

Mike Davis - Rede am 8.12.2008 an der Universität München über das Klima 
Wer wird die Arche bauen?  Das Gebot zur Utopie im Zeitalter der Katastrophen   

"Unser Planet"  

Unser Planet - Der Öko-Dokumentarfilm der Extraklasse  (Skandinavien 2006) 

George Orwell  

mein Standartenaudio 

Wenn Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann das Recht, den Menschen das zu sagen, 
was sie nicht hören wollen. 

heise.de/tp/r4/artikel/32/32847/1.html  Medien-Rückblick des taz-Gründer Schimmeck  (2010)  Amazon1 

heise.de/tp/r4/artikel/32/32848/1.html  Teil 2  Recherche wird bestraft 

Pressestimmen   "Wenn man seine Texte liest, denkt man sich: Karl Kraus ist ja eigentlich tot, Kurt Tucholsky auch. Tom Schimmeck erinnert an sie, an die ganz Großen unseres Metiers. Aber Schimmeck ist Schimmeck. Er ist er selber. Er ist Essayist, er ist Kommentator, er ist auch Prophet." (Süddeutsche Zeitung)

"In der Tradition von Kurt Tucholsky messerscharf beobachtet, humorvoll und schonungslos direkt rechnet Schimmeck mit deutschen und österreichischen Medien ab Besser kann man die Entwicklung unserer Medienlandschaft nicht abbilden." (Profil)

Kurzbeschreibung   Während Zeit und Geld ständig knapper werden, in den Redaktionen und Korrespondenzbüros immer weniger Leute die gleiche Menge an Arbeit machen, wächst in Wirtschaft und Politik die Macht und Zahl der Spin-Doktoren, PR-Consultants, Agendasetter, Werber, Imageberater, Marktforscher, Eventmanager und Mediencoaches. Meinungen und Stimmungen werden gegen Geld von Profis gemacht. Ihre perfekt designten Bilder und Botschaften zielen direkt auf die Massen. Der unabhängige Journalist ist nur noch Störfaktor. Tom Schimmeck, seit dreißig Jahren Journalist für führende Medien, beschreibt Mechanismen der Gleichschaltung und Ursachen der Misere. Seine Bestandsaufnahme unserer defekten Öffentlichkeit zeigt: Wenn wir nicht bald irgendwo zwischen Putin und Berlusconi landen wollen, brauchen wir mehr denn je eine unabhängige, kritische vierte Gewalt im Staat.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32956/1.html   altes fernsehen 2010 rötzer

 

 


Rudolf Bahro 1982 für den Deutschlandfunk:

Wir hören nicht gerne, wenn jemand ansetzt: "Kriege hat es immer gegeben..." — Dabei ist es nur zu wahr.... 

Soll der dritte Weltkrieg ausfallen, soll nicht die halbe Menschheit absolut verelenden, ein großer Teil verhungern, soll der endgültige Kollaps der Umwelt abgewendet werden – müssen wir uns über die bisher bekannten Gesetze menschlicher Geschichte erheben.

Es ist unser Industriesystem, unsere industrielle Lebensweise selbst. Wir sind nicht per Zufall dazu gekommen. Es ist unsere Tüchtigkeit, Natur zu verändern schlechthin, die uns jetzt den Pferdefuß zeigt. Wir hatten einmal so viel Erfolg mit der Arbeit, uns die ersten Lebensmittel selbst zu produzieren. Seither wiederholen wir uns auf immer größerer Stufe, nach der Olympiaformel "Höher, weiter, schneller, besser!", vor allem: "Immer mehr!"

Resignieren nicht die meisten, weil sie Angst haben, durchaus möglichen Widerstand zu leisten? Mehr Angst vor dem täglichen als vor dem endgültigen Risiko? Ich denke an die Zeit des Widerstandes gegen Hitler. Wie wenig müßten die Bürger dieses Landes riskieren, um sehr wesentliche Veränderungen zu erreichen. Es müßten nicht mal alle zivil ungehorsam sein ... 

Wer jetzt nichts wagt, weiß nicht oder will nicht wissen, daß die Apokalypse höchst wahr­scheinlich ist, falls wir nicht allen Ernstes mit ihr rechnen und uns danach verhalten ... Wir müssen den Ausweg finden, und wir müssen so bedingungslos suchen, daß es schlimmstenfalls nicht an uns gelegen hat... 

Was wir erreichen wollen, gleicht dem Versuch, eine Lawine zum Stehen zu bringen aus deren Innerem heraus. Wer den Vorgang von außen beobachten könnte, müßte diese Lawine wie von Geisterhand gebremst und angehalten sehen kurz vor dem Aufschlag. Das ist gegen das Gesetz der trägen Masse Beton und Stahl, die uns umhüllt. Also kann es nur eine Anstrengung aus dem Bewußtsein, aus den Seelen sein, eine so konzentrierte und von so vielen Menschen, wie sie in der Geschichte ohne Beispiel ist.

Ich glaube, daß diese Umkehr möglich ist, weil der Mensch sich jetzt in seinem Selbsterhaltungstrieb bedroht fühlt. Da wächst die ursprünglich ohnehin in jedem Menschen vorhandene Neigung, sich einer letzten, äußersten Alternative anzuvertrauen, sei sie auch noch so ungewiß — weil nichts anderes mehr übrig bleibt. Die Entschließung kann plötzlich — morgen, übermorgen — über Millionen Menschen kommen und den Horizont des politisch Möglichen über Nacht erweitern. Kleinere und mittlere Katastrophen werden nicht verfehlen, uns an die Nähe der Zeiten zu erinnern.

Laßt uns darüber nachdenken, wie wir uns unabhängig von der Großen Maschine nähren, wärmen, kleiden, bilden und gesund erhalten können. Beginnen wir daran zu arbeiten, ehe sie uns vollends durchgesteuert, einbetoniert, vergiftet, erstickt und eher früher als später atomar totalvernichtet hat.  


 

 


  ooo