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Der neu erwartete Kommunismus wird ein Zeitalter sein, in dem die Menschen, die einander verbunden sind durch gemeinsames Interesse am Gemeinwohl und in hingebungsvoller Arbeit für die Schaffung des Schönen, gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Dies ist eine Utopie, die nicht untergehen kann. Sie kann bloß degenerieren oder zeitweiligem Vergessen anheimfallen. Rudolf Bahro, 1995 |
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Meine Auffassung von Kommunismus schließt materielle Expansion — auf der Karl Marx alles aufbaut — aus. Deswegen habe ich immer Zoff mit Leuten, die sich für links halten. Ich denke, daß der Ausgangspunkt für Kommunismus von jeher eine Weg-Gemeinschaft von Menschen gewesen ist, die auf der Suche nach Befreiung, [auch] nach Selbst-Befreiung sind. Rudolf Bahro, 1995 |
OD: schöne ruhige ausgewogene persönliche "Spurensuche"
Audio 2007 mp3 von Immo Sennewald - Feature auf SWR2 mit real audio
Rudolf
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Wahrscheinlich ist die Wahrheit so ärgerlich einfach..., daß wir uns nicht getrauen sie anzunehmen... : Die ökologische Krise ist vor allem eine Krankheit des menschlichen Geistes — besser gesagt: unserer gesamten Psychodynamik. Bahro (1987) S.104 Vielleicht eine unheilbare, chronische Krankheit...? (Olf, 2010) |
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Alles
Gescheite |
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Willkommen auf rudolf-bahro.de ! Register + Impressum + Kontakt
Auto-Audio mit Esc-Taste stoppen. 18.11.2009: Anläßlich von "20 Jahre Mauerfall", Wirtschaftkrise, Klimagipfel und wegen der allgemeinen Verwirrung habe ich unsere Bahro-Seiten überarbeitet. Dabei ließen sich neue Linkse nicht umgehen. Viel Spaß beim Wiederfinden wünscht Olf aus Zwickau 18.11.2010: Der 75. Geburtstag von Rudolf Bahro 19.08.2010:
Meine Webseiten: |
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Die Utopie-Abteilung ist umgezogen: jetzt ganz unten und bei utopie1.de
Bahro 2010
netz-vier.de Eine solide Webseite zur Bahro-Nachfolge, zu Johannes Heinrichs und der "Viergliederung der Gesellschaft" - mit Grundlagen-Texten von Dieter Federlein:
"Hier geht es um eine Weisheitsforschung, die alle vorhandenen Weisheiten der Vergangenheit und der Gegenwart integral zusammenführt. Das Ziel der Forschungen und der Anwendungen muss nach heutigem Wissen eine Gesellschaftsordnung sein, in der ein Optimum an Freiheit, Gleichheit, Liebe, Schönheit, Friedlichkeit und nachhaltiger Subsistenz- und Suffizienzökonomie möglich ist." Aus Die Logik des Gelingens (2007)Deutschlandfunk-Zeitreisen: Utopie heute "Von Rudolf Bahro zu neuen Alternativen" # Von Matthias Eckoldt # 30.11.2005
Ausstieg in die Zukunft - Brauchen wir eine neue ökologische Ethik? # Audio mp3 # Text bei dradio # Von Cornelia Beuel # 27min dlf am 16.11.2008
Als der frühere ostdeutsche Dissident Rudolf Bahro vor über zehn Jahren den Ausbruch aus der Akkumulationslogik unseres ökonomischen Systems forderte, wurde er als gefährlicher Umweltfundamentalist und wirtschaftsfremder Phantast verurteilt, der in grellen Farben die Apokalypse an die Wand male. An seinen alarmistischen Prophezeiungen polarisierte sich auch die grüne Ökologiebewegung. # Audio auch bei tagesschau.deDazu passend: Grober Ausstieg in die Zukunft (1998) + Nachhaltigkeit (2010)
Bahros Bibliographie im Bahro-Archiv an der Humboldt-Universität
Rudolf Bahro in den Medien
1991 Ferst Auto ND
1994 Brief Fleck Bahro +
1995 Spiegel Interview
1997 Carl Amery Nachruf BeZ Nachruf Ulrich Miksch Nachruf Quast JuF Nachruf
1998 Grober Ausstieg
2000 BeZ zur Tagung 65
2002 Andrej Bahro zur Biografie + Michael Jäger Ökonet + Wolf Dietrich Fruck im dlf + Mi. Jäger Freitag + Martin Jander HuUni
2003 Marko Ferst: Rad der Geschichte Herbrand An einem Dienstag im Februar Hartung Zeit Böttger Jahrbuch Kriener TAZ
2005 Symposium 70 Zum 70sten Von Andrej Bahro Nachruf-Kapitel bei Herzberg/Seifert
2007 Immo Sennewald - Feature auf SWR2 mit real Audio + wma Audio + mp3 Audio + sehr sehr gut (OD-2010)
2008 Cornelia Beuel DLF
Web: spiegel.de/thema/rudolf_bahro Spiegel-Archiv mit Bahro Interview 1980 ("Ich war wohl etwas zu naiv") Google Nachrufe
Die Bahro-Bücher:
"Ost"- Bücher |
Die fünf Großen...
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....
Ökopax- / -Rebellen / -Renegaten
/ -Dissidenten / aus der DDR / Ostdeutschland |
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Harich-Start: Wolfgang Harich - Kommunismus ohne Wachstum (1975 mit Freimut Duve). Ich empfinde Harich heute als den wahren 'Querdenker'. Harich wagte es - wahrscheinlich als erster-, die Ökodiktatur zu empfehlen und sie durchaus positiv zu besetzen, als Menschheitsfortschritt. "Leider habe ich seit 1979 aus Vorurteil versäumt, Wolfgang Harichs »Kommunismus ohne Wachstum« zu lesen. Wahrscheinlich steht da, konzentriert auf das grüne Paradigma, im wesentlichen dasselbe drin wie im vorliegenden Text, Kapitel 10, und wahrscheinlich noch ein bißchen mehr. Jedenfalls erschien Wolfgang Harich Anfang Dezember 1989 bei einer Veranstaltung unterm Berliner Fernsehturm, an der ich beteiligt war, und unterstützte meine Grundposition in einer Weise, wie ich selbst sie nicht noch zusätzlich hätte unterstreichen können. Ich muß annehmen, daß wir von weither übereinstimmen. Völlig unabhängig davon ist es höchste Zeit, ihm noch zu seinen Lebzeiten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen - juristisch (er hat viermal so lange gesessen wie ich) und als Denker, dessen Schriften verlegt werden müssen, weil sie gebraucht werden." (Rudolf Bahro im Nachwort 1990 der Tribüne-Alternative.) Harich
als Ökologe (1996) Von Hannes Hofbauer # Web:
Video
mit W. Harich bei Google |
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Glück zu beschreiben, ist bekanntlich schwer und Schilderungen einer gerechten wohlgeordneten Gesellschaft sind nur selten verlockend oder überzeugend. Den meisten Schöpfern "beliebter" Utopien geht es darum, zu zeigen, was das Leben sein würde, wenn es mehr ausgelebt werden könnte. George Orwell in: Eine Untersuchung von Gullivers Reisen 'Kleine'
Bahro-Bücher: |
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Havemann-Start: Morgen - Industriegesellschaft am Scheideweg (1980) Kritik und reale Utopie Robert Havemann mußte sein Utopie-Buch 1980 ebenfalls im Westen veröffentlichen. Die erste Manuskript hat die Stasi vernichtet. Ob es wiedergefunden wurde, weiß ich nicht. - Aber daraus lernte dann Henrich - denn der vergrub seinen 'Staat' gleich im Garten. (Ein Trost?) Andreas Heyer: Ökologie und Opposition - Die politischen Utopien von W. Harich und R. Havemann (2009, 48 S.) Siehe bei Harich "Sein
Buch <Morgen. Die Industriegesellschaft am Scheideweg> dürfte neben dem
Werk <Die Alternative> von Rudolf Bahro zu dem interessantesten
politischen Buch gehören, das in der DDR entstanden ist. Den verschiedenen
Weltmächten empfahl Havemann, einseitig mit militärischer Abrüstung zu
beginnen, wie Gorbatschow es wenige Jahre darauf dann in die Tat umsetzte. Er
hielt in dem Band weder die östlichen noch die westlichen Systeme für fähig,
auf Dauer eine Gesellschaft mit menschlichem Antlitz zu sichern." Marko
Ferst |
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Henrich-Start:
Der
vormundschaftliche Staat - Vom Versagen des real existierenden Sozialismus
(1983-1989) |
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Günter Kunert gehört auch
mit in meine Reihe der
ostdeutschen Dissidenten und Öko-Mahner. Inzwischen liegen vom Autor
genügend Sachtexte in Buchform zur (Öko-) Lage vor - und ich muß nicht mehr nur in
seiner
Lyrik danach suchen. Gedanken zur Ökologie (2000) von Günter Kunert |
Diverses & Sonstiges
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Personen rund um Rudolf Bahro: persönlich und |
Marko Ferst
Maik Hosang Johannes Heinrichs
Kurt Biedenkopf Erhard
Eppler Erich
Fromm Carl Amery Herbert
Gruhl Hoimar von Ditfurth |
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Gregor Gysi hat großen persönlichen Anteil daran, daß Rudolf Bahro und Robert Havemann nicht in den Mühlen von SED&MfS zermahlen wurden. NUR wer in der DDR gelebt und in 'höheren Kreisen' gearbeitet hat, der weiß, wie allgegenwärtig SED&MfS dort war. (Ausnahmen im Bereich der Kunst bestätigen diese Regel.) Ich persönlich schreibe es deshalb auch Gysi zu, daß ich heute zwei der wertvollsten Bücher der Deutschen aus meinem Bücherschrank nehmen und aufschlagen kann. (Logik der Rettung und Morgen.) Deswegen ist Gysi für mich ein Held - in der gleichen Reihe wie Bahro und Havemann. Gregor Gysi: Das war's ! ...noch lange nicht ! (1995) Autobiografische Notizen |
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Audio
Genußreiche |
Aufstand1: Dutschke Gauß 1 min 1967-swr video # Utopie1: Partisanen der Utopie 49min 2007-dlf # Musik1: Pathétique 18min Gulda 1968 # Alk1: Ein Prosit der Sterblichkeit Alita 27min dlf-2008 # Rauch1: Raucherbilder 3min 2009-dlf # Hasch1: Hasch macht krank und hilft 30min dlf 2007 # Musik2: Appassionata Murina 25min # Utopie2: Wesen der Weisheit 27min mp3 dlf 2008 # Aufstand2: Alex Demo 10 min 1990-radio # Utopie3: Brauchen wir eine neue ökologische Ethik? 27min dlf-2008 # Musik3: My Way mit Text # Sucht1: Die gedopte Gesellschaft 29min dlf-2008 # Sprache1: Falsche Sprache - Falsche Denke 3min 2009-dlf # Musik4: Tschapajews Tod # Sprache2: Sprache und Demokratie 5min 2007-dlf # Entspannung1: Der Osterspaziergang 6min # Rauch2: Aufhören 3min 2009-dlf # Musik5: Dont worry be happy # Eine seltsame Lethargie ist im Land 4min 2009-dlf |
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'Science-Fiction'-Roman
von Dirk C. Fleck: GO! Die
Öko-Diktatur 1993 Das ist auch ganz wichtig in der ganzen Ökodiktaturdebatte um Bahro und Harich. Und 'Ökodiktatur' (ein falscher Medienbegriff wie 'Klimaskeptiker') bezieht sich ja nur auf 'die Verbräuche' (von Stoff und Energie) - hat also gar nichts damit zu tun, ob jemand z.B. auf der Straße rebellische Lieder schmettern darf. Und aus dieser - selbstgewählten - 'Diktatur' kann und muß sich dann was Gutes entwickeln - durch Herzensbildung und durch Gleichbesitz. (Ich habe Fleck hier etwas 'verlängert' - seine 'Meditationskommunen'. Siehe auch meine Rezension zu seinem Buch.) |
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Hinweise |
Wenn
mein Hintergrundsound (auch Auto-Audio genannt) nicht unterbrochen werden soll, dann bei Links mit der rechten
Maustaste neues Fenster öffnen.
Rudolf-Bahro-Gedenkstätte im
Oderbruch ? (2009) |
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Audio 2. Teil |
Wachstum1: Harald Welzer 18min 2010-dlf # Musik6: Here comes the sun to Rudi by pkrech.de # Wachstum2: Meinhard Miegel 18min 2010-dlf Wachstum3: Rainer Hank 18min 2010-dlf # Burnout1 + Burnout2 + Burnout3 + alles dlf 2010 # Mobbing1: Intelligenz in Deutschland 4min-dlf-2009 # Staatsverdrossenheit? 4min dlf 2010 # Gewalt in Klinik 4min dlf 2010 # Alk2: Süchtig nach Rausch 18min dlf 2010 # Burnout4: Präsentismus 6min dlf 2010 # Technik Schade dlf 2010 # Geschwätzigkeit Schade dlf 2010 # Musik6: Zweitbester Sommer # Weltverbesserung - 2007 dlf # Medienkritik 2007 dlf # Günter Jauch ist coming home 2010 # neues Grober Buch Nachhaltigkeit dlf 2010 # Musik7: Das Banjo-Duell (youtube) # bahro 2007 immo sennewald swr2 # |
Blick in die Medien
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"Im Marketing des Denkens hat die Rechte mehr Erfolg" 2009 |
heise.de/tp/r4/artikel/31/31719/1.html George Lakoff, kalifornischer Linguistik-Professor und Vordenker des progressiven Lagers, zur ungebrochenen kulturellen Vorherrschaft der US-Rechten |
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Klimatisches Gespräch => |
KlimaLounge - deutschsprachiger Klima-Blog mit Stefan Rahmstorf u.a. (Web) Bei einigen Autoren der <Welt> gehört es zur Methode, die Aussagen der Klimawissenschaft erst falsch darzustellen, um dann kräftig gegen das selbst entworfene Zerrbild zu polemisieren. (aus KlimaLounge, 27.11.09) |
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Die Bewusstseinsindustrie hat ihr Ziel erreicht: Unsere Wahrnehmung der Dinge, unsere Meinungsbildung folgt einem industriell organisierten Prozess. |
"Gerade
das vermeintlich Unpolitische ist in höchstem Grade politisch": Die
Herrschaft des Kapitals über die Medien, weltweit ebenso wie bei uns,
wird sich weiter perfektionieren. Da es kaum mehr Alternativen gibt,
wird es auch zunehmend schwierig, sich die Informationen zu
beschaffen, die für eine eigene kritische Meinungsbildung unerlässlich
sind. |
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Rudolf Maresch 18.01.2010 |
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Interview
mit dem politischen Denker |
Den
Kapitalismus aufgeben + Telepolis
+ Manola Romalo + Atilio Boron + 31.01.2010 |
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Das Gebot zur Utopie |
Mike Davis - Rede am 8.12.2008 an der
Universität München über das Klima Wer wird die Arche bauen? Das Gebot zur Utopie im Zeitalter der Katastrophen |
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"Unser Planet" |
Unser Planet - Der Öko-Dokumentarfilm der Extraklasse (Skandinavien 2006) |
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George Orwell |
Wenn
Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, |
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heise.de/tp/r4/artikel/32/32847/1.html Medien-Rückblick des taz-Gründer Schimmeck (2010) Amazon1 heise.de/tp/r4/artikel/32/32848/1.html Teil 2 Recherche wird bestraft Pressestimmen "Wenn man seine Texte liest, denkt man sich: Karl Kraus ist ja eigentlich tot, Kurt Tucholsky auch. Tom Schimmeck erinnert an sie, an die ganz Großen unseres Metiers. Aber Schimmeck ist Schimmeck. Er ist er selber. Er ist Essayist, er ist Kommentator, er ist auch Prophet." (Süddeutsche Zeitung) "In der Tradition von Kurt Tucholsky messerscharf beobachtet, humorvoll und schonungslos direkt rechnet Schimmeck mit deutschen und österreichischen Medien ab Besser kann man die Entwicklung unserer Medienlandschaft nicht abbilden." (Profil) Kurzbeschreibung Während Zeit und Geld ständig knapper werden, in den Redaktionen und Korrespondenzbüros immer weniger Leute die gleiche Menge an Arbeit machen, wächst in Wirtschaft und Politik die Macht und Zahl der Spin-Doktoren, PR-Consultants, Agendasetter, Werber, Imageberater, Marktforscher, Eventmanager und Mediencoaches. Meinungen und Stimmungen werden gegen Geld von Profis gemacht. Ihre perfekt designten Bilder und Botschaften zielen direkt auf die Massen. Der unabhängige Journalist ist nur noch Störfaktor. Tom Schimmeck, seit dreißig Jahren Journalist für führende Medien, beschreibt Mechanismen der Gleichschaltung und Ursachen der Misere. Seine Bestandsaufnahme unserer defekten Öffentlichkeit zeigt: Wenn wir nicht bald irgendwo zwischen Putin und Berlusconi landen wollen, brauchen wir mehr denn je eine unabhängige, kritische vierte Gewalt im Staat. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32956/1.html altes fernsehen 2010 rötzer |
Rudolf Bahro 1982 für den Deutschlandfunk:
Wir hören nicht gerne, wenn jemand ansetzt: "Kriege hat es immer gegeben..." — Dabei ist es nur zu wahr....
Soll der dritte Weltkrieg ausfallen, soll nicht die halbe Menschheit absolut verelenden, ein großer Teil verhungern, soll der endgültige Kollaps der Umwelt abgewendet werden – müssen wir uns über die bisher bekannten Gesetze menschlicher Geschichte erheben.
Es ist unser Industriesystem, unsere industrielle Lebensweise selbst. Wir sind nicht per Zufall dazu gekommen. Es ist unsere Tüchtigkeit, Natur zu verändern schlechthin, die uns jetzt den Pferdefuß zeigt. Wir hatten einmal so viel Erfolg mit der Arbeit, uns die ersten Lebensmittel selbst zu produzieren. Seither wiederholen wir uns auf immer größerer Stufe, nach der Olympiaformel "Höher, weiter, schneller, besser!", vor allem: "Immer mehr!"
Resignieren nicht die meisten, weil sie Angst haben, durchaus möglichen Widerstand zu leisten? Mehr Angst vor dem täglichen als vor dem endgültigen Risiko? Ich denke an die Zeit des Widerstandes gegen Hitler. Wie wenig müßten die Bürger dieses Landes riskieren, um sehr wesentliche Veränderungen zu erreichen. Es müßten nicht mal alle zivil ungehorsam sein ...
Wer jetzt nichts wagt, weiß nicht oder will nicht wissen, daß die Apokalypse höchst wahrscheinlich ist, falls wir nicht allen Ernstes mit ihr rechnen und uns danach verhalten ... Wir müssen den Ausweg finden, und wir müssen so bedingungslos suchen, daß es schlimmstenfalls nicht an uns gelegen hat...
Was wir erreichen wollen, gleicht dem Versuch, eine Lawine zum Stehen zu bringen aus deren Innerem heraus. Wer den Vorgang von außen beobachten könnte, müßte diese Lawine wie von Geisterhand gebremst und angehalten sehen kurz vor dem Aufschlag. Das ist gegen das Gesetz der trägen Masse Beton und Stahl, die uns umhüllt. Also kann es nur eine Anstrengung aus dem Bewußtsein, aus den Seelen sein, eine so konzentrierte und von so vielen Menschen, wie sie in der Geschichte ohne Beispiel ist.
Ich glaube, daß diese Umkehr möglich ist, weil der Mensch sich jetzt in seinem Selbsterhaltungstrieb bedroht fühlt. Da wächst die ursprünglich ohnehin in jedem Menschen vorhandene Neigung, sich einer letzten, äußersten Alternative anzuvertrauen, sei sie auch noch so ungewiß — weil nichts anderes mehr übrig bleibt. Die Entschließung kann plötzlich — morgen, übermorgen — über Millionen Menschen kommen und den Horizont des politisch Möglichen über Nacht erweitern. Kleinere und mittlere Katastrophen werden nicht verfehlen, uns an die Nähe der Zeiten zu erinnern.
Laßt uns darüber nachdenken, wie wir uns unabhängig von der Großen Maschine nähren, wärmen, kleiden, bilden und gesund erhalten können. Beginnen wir daran zu arbeiten, ehe sie uns vollends durchgesteuert, einbetoniert, vergiftet, erstickt und eher früher als später atomar totalvernichtet hat.
Utopien ab 1945:
Werfel (1945) Skinner (1948) Huxley (1949) Huxley (1960) LeGuin (1974) Callenbach (1975) Harich (1975) Meyer-Petersen (1978)
Ardila (1979) Havemann (1980) Bahro (1987) Flechtheim (1987) Stowasser (1994)
Subcoma (2000) Ferst (2002) Johannes Heinrichs (2003) Partisanen der Utopie (2007) Fleck (2008)
Alain Badiou (2010) Atilio Boron (2010) Gesellschaftsutopie Nr. 2010Utopieforschung:
Richard Saage + Marko Ferst + Klaus J. Heinisch + Rolf Schwendter + Carna Zacharias + Marie Berneri +
Ulrich Linse + Ulrich Grober + Carl Amery + Utopiebücher + UmweltbücherUtopiebücher jetzt auf http://utopie1.de